Fahrt nach Auschwitz

Auf den Spuren der Vergangenheit...

… waren wir, 24 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen. Am Sonntagabend des 11. Dezembers 2022 begann unsere fünftägige Fahrt in das verschneite Oswiecim, wie die Einwohner von Auschwitz ihren Heimatort 82 Jahre nach Ende des Krieges bezeichnen. Nach unserer 14-stündigen Anreise kamen wir an unserer Unterkunft, welche direkt gegenüber des Stammlagers in Auschwitz liegt, an.

Am Dienstag bekamen wir einen sehr emotionalen Einblick in das mörderische Vorgehen der SS. Auf dem Gelände des Stammlagers erklärte uns unsere Reiseleiterin Teresa sehr detailreich, wie leidvoll das Leben dort zwischen 1941 und 1945 gewesen sein muss.

Nach der eindrucksvollen Besichtigung der Gedenkstätte besuchten wir ein modernes Museum. Ausgestattet mit einem digitalen Minicomputer wurden wir individuell durch das Museum geführt. Hier waren es vor allem die Berichte von Zeitzeugen, die in kurzen Filmausschnitten von ihrer Flucht vor der SS oder von ihrer Unterstützung gegenüber den Gefangenen berichteten.

Am Mittwoch besuchten wir das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, welches das größte deutsche Vernichtungslager im NS-Staat war. Die hier unter grausamen Bedingungen untergebrachten Menschen kamen aus vielen europäischen Ländern. Unter den hier insgesamt ca. 1,5 Millionen Ermordeten waren auch nichtjüdische Opfer, wie zum Beispiel Sinti und Roma oder Homosexuelle.

Der Gefangene Marian Kolodziej überlebte fünf Jahre in dem Straflager und erlebte die Befreiung durch die Rote Armee im Januar 1945 mit. Bis zum Jahre 1992, also knapp 50 Jahre nach den Geschehnissen sprach Kolodziej nicht einmal mit seiner Ehefrau über das Erlebte. Erst ein Schlaganfall im Jahr 1992 führte dazu, dass er seine traumatischen Erfahrungen in kunstvollen Zeichnungen verarbeitete. Die Ausstellung der Bilder von Marian Kolodziej durften wir uns nach der Besichtigung der Gedenkstätte im Maximilian Kolbe Zentrum, einem alten Kloster in Harmeze, ganz in der Nähe von Auschwitz, ansehen.

Jeder Abend endete mit einer kurzen gemeinsamen Besprechung, sodass wir das Erlebte, aber auch Erwartungen, Wünsche, Ängste und Hoffnungen für die Zukunft in einem kommunikativen Austausch verarbeiten konnten.

Den Donnerstag verbrachten wir in Krakau, der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs Polen.

 

——————————————-NIEMALS VERGESSEN————----—————————-

 

 Zwar können wir die Ereignisse der Tätergeneration des Nationalsozialismus nicht rückgängig machen. Unsere Aufgabe sollte es als nachfolgende Generation aber sein, diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Bedanken möchten wir uns recht herzlich bei Teresa, die uns fünf Tage lang als Reiseleiterin begleitet hat. Ein besonderes Dankeschön gilt Ralf Bornstedt und seinem Team von der Mediencooperative Steinfurt, welcher uns diese unvergessliche Fahrt ermöglicht hat. Herzlichen Dank!!!

Abschließen möchten wir unseren Bericht mit einem Zitat von Primo Levi. Der italienische Schriftsteller war vor allem als Zeuge und Überlebender des Holocausts bekannt.

„It happened, therefore it can happen again: this is the core of what we have to say“

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